Titelangaben
Köstler, Natascha ; Schumm, Kathrin:
Effekte von Peer-Support Interventionen für Menschen mit Demenz und deren informell pflegenden An- und Zugehörigen – Ein Mixed-Methods-Review.
Evangelische Hochschule Dresden
2025
(Sonstiges)
Kurzfassung/Abstract
Hintergrund:
Informell Pflegende (CG) von Menschen mit Demenz (MmD) können durch psychoedukative (Gruppen-) Schulungen, Beratungen sowie einem begleiteten Peer-Support unterstützt werden (Walter & Pinquart,2020; Ferrero-Sereno, 2025). Letzterer wirkt sich durch emotionale und soziale Unterstützung positiv auf die Belastung der informell Pflegenden aus und stärkt gleichzeitig die Peer-Mentor*innen durch psychosoziale Befriedigung (Carlsson et al., 2020; Harding et al., 2023). Weitere Aspekte von Peer-Support sind eine gegenseitige Motivation in der Bewältigung der Pflegeaufgaben sowie eine gesteigerte Selbstwirksamkeit (Afshar et al., 2022; Kaselitz et al., 2019). Ziel der Masterthesis ist eine systematische Literaturübersicht zu Effekten mit dem Fokus des Peer-Supports in der informellen Versorgung von MmD.
Methodik:
Die systematische Literaturrecherche erfolgt in Medline via PubMed, CINAHL via Ebsco-Host, Cochrane Library und sechs Fachjournalen. Synonyme und Schlagwörter der Suchkomponenten 'informell Pflegende von Menschen mit Demenz', 'Belastung', 'Peer-Support' und 'Häuslichkeit' werden für alle Datenbanken identifiziert und mit Boole`schen Operatoren verbunden. Ergänzend wird eine Rückwärts-, Vorwärts- und Referenzsuche durchgeführt. CG unter 18 Jahren, Interventionen ohne Peer-Support sowie Studienprotokolle, Case Studies und Publikationen vor 2015 werden ausgeschlossen. Die Suchstrategie erfolgt angelehnt an das RefHunter-Manual 2.0 (Hirt- & Norhausen, 2024). Der dreistufige Screeningprozess erfolgt verblindet und unabhängig durch die beiden Autorinnen (Purssell & McCrae, 2020).
Datensammlung und –analyse:
19 Studien (Mixed-Methods n=9, Quantitativ n=6, Qualitativ n=4 ) werden identifiziert, durch validierte Instrumente bewertet und auswertet. Die Interventionen werden in technikunterstützte (n=9) und Face-to-Face-Formate (n=10) unterschieden. Die Bewertung der externen Qualität über alle Studien hinweg weist eine mittlere Qualität auf.
Ergebnisse:
In den Bereichen ‚Belastung‘, ‚Kompetenz/Selbstwirksamkeit‘, ‚Mentale Gesundheit‘, ‚Beziehungsqualität innerhalb der Dyaden‘ und ‚Lebensqualität/Soziale Unterstützung‘ werden wenige statistisch signifikante Ergebnisse berichtet, welche allerdings durch die qualitativen Studien und Anteile in den Mixed-Methods-Designs gestützt bzw. ergänzt werden. Insbesondere das Verständnis für die Erkrankung und der Wissenszuwachs wird von den CG als besonders wichtig eingeschätzt.
Diskussion:
Peer-Support ist in den Studien ein fester Bestandteil, wird jedoch vorwiegend im Rahmen von Multikomponten-Interventionen und selten einzeln angeboten. Allerdings wird dieser Austausch als besonders wertvoll von den CG und den MmD wahrgenommen.
Schlussfolgerung:
Peer-Support sollte fest in Unterstützungsangeboten für MmD und deren CG eingeplant werden. Die Evaluation sollte anhand weniger validierter Bewertungsinstrumente erfolgen sowie durch qualtitative Methoden ergänzt werden.
Weitere Angaben
| Publikationsform: | Sonstiges (Sonstiges) |
|---|---|
| Zusätzliche Informationen: | Masterthesis Studiengang Advanced Nursing Practice/Community Health Nursing |
| Schlagwörter: | Peer-Support, Demenz, Caregiver |
| Sprache des Eintrags: | Deutsch |
| Institutionen der Universität: | Fakultät für Soziale Arbeit (FH) > Professur für Pflegewissenschaft |
| Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?: | Nein |
| Titel an der KU entstanden: | Nein |
| KU.edoc-ID: | 36831 |
Letzte Änderung: 07. Jul 2026 11:15
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