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Empirische Forschung und theoretische Fundierung des VDS30 Persönlichkeitsfragebogens unter Einbeziehung umfassender Forschungsergebnisse (VDS19, VDS30-STIL, VDS30-Int)

Empirical Research and Theoretical Foundation of the VDS30 Personality Questionnaire, Incorporating Comprehensive Research Findings (VDS19, VDS30-STIL, VDS30-Int)

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Comanns, Pia ; Sichort-Hebing, Miriam ; Sulz, Serge K. D.:
Empirische Forschung und theoretische Fundierung des VDS30 Persönlichkeitsfragebogens unter Einbeziehung umfassender Forschungsergebnisse (VDS19, VDS30-STIL, VDS30-Int).
In: European Psychotherapy : Scientific Journal for Psychotherapeutic Research and Practice. 17 (2026). - S. 105-122.
ISSN 2943-8659

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https://doi.org/10.23668/psycharchives.21886

Kurzfassung/Abstract

Hintergrund: Die Persönlichkeitsdiagnostik ist ein zentrales Element der Qualitätssicherung in der Psychotherapie, da die Selbsteinschätzung von Patienten und die Fremdeinschätzung durch Therapeuten oft divergieren. Der VDS30-Persönlichkeitsfragebogen wurde entwickelt, um dysfunktionale Persönlichkeitszüge auf einem Kontinuum zu erfassen, wobei er sich eng an den klinischen Beschreibungen von ICD-10 und DSM-IV orientiert. Theoretisch fundiert das Verfahren im affektiv-kognitiven Entwicklungsmodell und dem Konzept der „Überlebensregel“, einem maladaptiven Schema, das der Stabilisierung des psychischen Systems dient.
Methode: Der VDS30 ist ein zeitökonomisches Selbstbeurteilungsinstrument mit 90 Items, die in neun (optional elf) Skalen unterteilt sind (u. a. selbstunsicher, dependent, narzisstisch, emotional instabil). In zahlreichen empirischen Studien wurden die psychometrischen Eigenschaften an klinischen und nicht-klinischen Stichproben überprüft, einschließlich der Korrelation mit dem Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) und dem PSSI.
Ergebnisse: Die interne Konsistenz der Skalen ist mit Cronbachs Alpha-Werten zwischen .72 und .90 als gut bis sehr gut einzustufen. Die Retest-Reliabilität (.70 bis .83) belegt die zeitliche Stabilität der erfassten Merkmale. Validierungsstudien zeigen hohe Korrelationen mit zentralen Ängsten und Wuttendenzen sowie eine signifikante Trennschärfe zwischen gesunden und klinischen Populationen. In Wirksamkeitsstudien zur Strategischen Kurzzeittherapie (SKT) erwies sich das Verfahren als änderungssensitiv mit hohen Effektstärken (bis zu g = 1.08).
Schlussfolgerung: Der VDS30 stellt ein reliables und valides Instrument für die klinische Praxis und Forschung dar. Er ermöglicht eine präzise Funktionsanalyse und Behandlungsplanung. Durch die ressourcenorientierte Ergänzung des VDS19-Plus können zudem positive Therapieziele individuell formuliert werden.

Weitere Angaben

Publikationsform:Artikel
Schlagwörter:VDS30 Persönlichkeitsfragebogen; Persönlichkeitsdiagnostik; Überlebensregel; Psychotherapie-Forschung; Validität und Reliabilität; Dysfunktionale Persönlichkeitszüge; Strategisch-Behaviorale Therapie SBT; Emotions-und Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie E-MVT; Big Five (OCEAN) NEO-FFI; Änderungssensitivität; VDS19-Plus Persönlichkeitsfragebogen (Ressourcenorientierung); VDSD30-Stil Persönlichkeitsstile; VDS30-Int Persönlichkeitsstörungen; Interview
Sprache des Eintrags:Deutsch
Institutionen der Universität:Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Pädagogik > Lehrstuhl für Sozial- und Gesundheitspädagogik
DOI / URN / ID:10.23668/psycharchives.21886
Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?:Ja
Peer-Review-Journal:Ja
Titel an der KU entstanden:Ja
KU.edoc-ID:36630
Eingestellt am: 29. Apr 2026 09:38
Letzte Änderung: 29. Apr 2026 09:38
URL zu dieser Anzeige: https://edoc.ku.de/id/eprint/36630/
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