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Verständnis und Therapie zentraler Ängste, die als steuerndes Prinzip den wichtigsten therapeutischen Widerstand darstellen

Understanding and Therapy of Core Anxieties as a Guiding Principle Representing the Primary Therapeutic Resistance

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Sichort-Hebing, Miriam ; Sulz, Serge K. D.:
Verständnis und Therapie zentraler Ängste, die als steuerndes Prinzip den wichtigsten therapeutischen Widerstand darstellen.
In: European Psychotherapy : Scientific Journal for Psychotherapeutic Research and Practice. 17 (2026). - S. 89-104.
ISSN 2943-8659

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https://doi.org/10.23668/psycharchives.21885

Kurzfassung/Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Angst als grundlegendes Steuerungsprinzip menschlichen Erlebens und Verhaltens in zwischenmenschlichen Beziehungen. Entgegen einer rein situativen Betrachtung wird Angst hier als starke motivationale Kraft und persistentes Persönlichkeitsmerkmal (Angst-Trait) verstanden. Auf Basis qualitativer Interviews und quantitativer Studien (VDS28) werden sieben abgrenzbare Angstkategorien definiert, die eng mit der biografisch erworbenen Überlebensregel eines Individuums verknüpft sind.
Ein wesentlicher Fokus liegt auf der Integration der Querbezüge zu zentralen Bedürfnissen (VDS27), Wuttendenzen und Persönlichkeitsstrukturen. Es wird aufgezeigt, wie die Frustration von Zugehörigkeitsbedürfnissen primäre Wut auslöst, deren funktionales Agieren jedoch durch die Überlebensregel blockiert wird, um maximale Angst zu verhindern. Dieser Mechanismus der Wutblockade führt zur Ausbildung dysfunktionaler Verhaltensstereotypien und psychischer Symptome. Die Arbeit differenziert Persönlichkeitsprofile anhand einer zweidimensionalen Matrix aus Angst- und Wutausmaß, was eine präzisere diagnostische Einordnung (z. B. narzisstische vs. selbstunsichere Züge) ermöglicht.
Abschließend werden die Implikationen für die Psychotherapie dargelegt, insbesondere im Rahmen der Strategisch-Behavioralen Therapie (SBT) und der Mentalisierungsfördernden Verhaltenstherapie (E-MVT). Ziel ist die Falsifizierung rigider Überlebensregeln und die Förderung einer effektiven Emotionsregulation („Vom Überleben zum Leben“), um langfristig stabile Therapieergebnisse zu sichern.

Weitere Angaben

Publikationsform:Artikel
Schlagwörter:Zentrale Angst (VDS28; Überlebensregel; Persönlichkeitsmerkmale (Angst-Traits); Zentrale Bedürfnisse (VDS27); Wutblockade; Symptomentstehung; Strategisch-Behaviorale Therapie (SBT); Emotions- und Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie E-E-MVT; Emotionsregulation
Sprache des Eintrags:Deutsch
Institutionen der Universität:Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Pädagogik > Lehrstuhl für Sozial- und Gesundheitspädagogik
DOI / URN / ID:10.23668/psycharchives.21885
Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?:Ja
Peer-Review-Journal:Ja
Titel an der KU entstanden:Ja
KU.edoc-ID:36629
Eingestellt am: 29. Apr 2026 09:15
Letzte Änderung: 29. Apr 2026 09:15
URL zu dieser Anzeige: https://edoc.ku.de/id/eprint/36629/
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