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Verletzung des Kindes und Frustration zentraler Bedürfnisse in der Kindheit (VDS24) und resultierende heutige Bedürfnisse als Erwachsene (VDS27)

Childhood Trauma and Frustration of Core Needs (VDS24) and Resulting Current Needs as an Adult (VDS27)

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Gräff-Rudolph, Ute ; Richter-Benedikt, Annette Jasmin ; Sulz, Serge K. D.:
Verletzung des Kindes und Frustration zentraler Bedürfnisse in der Kindheit (VDS24) und resultierende heutige Bedürfnisse als Erwachsene (VDS27).
In: European Psychotherapy : Scientific Journal for Psychotherapeutic Research and Practice. 17 (2026). - S. 74-88.
ISSN 2943-8659

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https://doi.org/10.23668/psycharchives.21884

Kurzfassung/Abstract

Der vorliegende Beitrag untersucht die Bedeutung der zentralen Konstrukte des Verhaltensdiagnostik-Systems (VDS), insbesondere der Instrumente VDS24 (Frustrierendes Elternverhalten) und VDS27 (Zentrale Bedürfnisse), für das Verständnis der menschlichen Persönlichkeitsentwicklung und Psychotherapie. Auf Basis der Theorie der psychischen Homöostase werden 21 zentrale Beziehungsbedürfnisse definiert, die in drei Hauptgruppen unterteilt sind: Zugehörigkeits-, Selbst- und Homöostasebedürfnisse. Während der VDS27 die aktuellen motivationalen Sollwerte im Erwachsenenalter erfasst, dient der VDS24 der retrospektiven Erfassung biographischer Frustrationen dieser Bedürfnisse durch die Eltern.
Empirische Befunde zeigen, dass die Frustration dieser Bedürfnisse in der Kindheit (VDS24) ein wesentlicher Prädiktor für Bindungsunsicherheit, zentrale Ängste (VDS28) und die Ausprägung dysfunktionaler Persönlichkeitszüge (VDS30) im Erwachsenenalter ist. Insbesondere die Frustration der Selbst- und Homöostasebedürfnisse korreliert stark mit Borderline-Zügen sowie selbstunsicheren und passiv-aggressiven Tendenzen. Innerhalb therapeutischer Prozesse, wie der Strategisch-Behavioralen Therapie (SBT) und der Mentalisierungsfördernden Verhaltenstherapie (MVT), ermöglichen diese Instrumente die Rekonstruktion der impliziten Überlebensregel.
Studien belegen, dass die grundlegenden Bedürfnisse (VDS27) über den Therapieverlauf weitgehend stabil bleiben, während sich der Umgang mit ihnen und die damit verbundenen Ängste durch gezielte Interventionen signifikant verbessern lassen. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer bedürfnisorientierten Diagnostik zur Auflösung rigider Verhaltensmuster und zur Förderung der psychischen Gesundheit.

Weitere Angaben

Publikationsform:Artikel
Schlagwörter:Verhaltensdiagnostik-System (VDS); VDS24 & VDS27; Zentrale Bedürfnisse; Frustrierendes Elternverhalten; Psychische Homöostase; Überlebensregel; Bindungsunsicherheit; Strategisch-Behaviorale Therapie (SBT); Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie (MVT); Persönlichkeitsentwicklung
Sprache des Eintrags:Deutsch
Institutionen der Universität:Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Pädagogik > Lehrstuhl für Sozial- und Gesundheitspädagogik
DOI / URN / ID:10.23668/psycharchives.21884
Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?:Ja
Peer-Review-Journal:Ja
Titel an der KU entstanden:Ja
KU.edoc-ID:36628
Eingestellt am: 29. Apr 2026 09:05
Letzte Änderung: 29. Apr 2026 09:05
URL zu dieser Anzeige: https://edoc.ku.de/id/eprint/36628/
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