Titelangaben
Papacek-Zimmermann, Christina ; Eberl, Inge:
Vom Überleben zum Weiterleben : eine qualitative Studie zu den Herausforderungen und Veränderungen der Lebenssituation Erwachsener nach einem Intensivaufenthalt mit eCPR.
In: Bauernfeind, Lydia ; Sterr, Fritz ; Rester, Christian ; Burgmaier, Mathias (Hrsg.): Tagungsband zum 2. Bayerischen Intensivpflegetag am 17. September 2025. -
Deggendorf, 2025. - S. 16-17
Volltext
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Link zum Volltext (externe URL): https://doi.org/10.25929/43y1-h767 |
Kurzfassung/Abstract
Hintergrund:
Ein Herz-Kreislauf-Stillstand und damit verbundene intensivmedizinische Interventionen, wie die extrakorporale kardiopulmonale Reanimation (eCPR), können potenziell das in ausgewählten Fällen das Überleben Betroffener ermöglichen. Viele ehemalige Intensivpatient*innen erleben im Anschluss an den Klinikaufenthalt anhaltende körperliche, kognitive und psychische Beeinträchtigungen, die unter dem Begriff des Post-Intensive Care Syndrom zusammengefasst werden. Trotz zunehmender Aufmerksamkeit für diese Langzeitfolgen fehlt es bislang an qualitativen Studien, welche das subjektive Erleben von ICU Survivors systematisch untersuchen und ihre individuellen Herausforderungen sowie Bewältigungsprozesse sichtbar machen.
Fragestellung/Ziel:
Ziel dieser Arbeit war es, die subjektiven Erfahrungen von ICU Survivors nach eCPR zu erfassen, insbesondere im Hinblick auf wahrgenommene Herausforderungen und Veränderungen der Lebenssituation sowie deren Bewältigungsstrategien.
Methode:
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem sechs leitfadengestützte Interviews mit Betroffenen geführt und mittels thematischer Analyse nach Braun und Clarke (2006) ausgewertet wurden.
Ergebnis:
Die Ergebnisse zeigen, dass die interviewten Personen vielschichtige Beeinträchtigungen erleben, die häufig miteinander verflochten sein können. Neben körperlichen und kognitiven Einschränkungen traten emotionale Belastungen sowie familiäre und soziale Veränderungen auf. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, entwickelten die Betroffenen vielfältige individuelle Strategien und Anpassungsprozesse. Gleichzeitig wurde ein Defizit an frühzeitiger, verständlicher Aufklärung sowie strukturierter Nachsorge erkennbar.
Schlussfolgerung:
Die Resultate verdeutlichen die Notwendigkeit von gezielten Informations- und Unterstützungsangeboten für ICU Survivors sowie deren An- und Zugehörigen, die idealerweise bereits auf der Intensivstation beginnen. Darüber hinaus sollten interprofessionelle Nachsorgekonzepte entwickelt und die intersektorale Versorgung verbessert werden. Zudem liefert diese empirische Arbeit eine evidenzbasierte Grundlage für weiterführende pflegewissenschaftliche Forschung und Theorieentwicklung.
Weitere Angaben
| Publikationsform: | Aufsatz in einem Buch |
|---|---|
| Sprache des Eintrags: | Deutsch |
| Institutionen der Universität: | Fakultät für Soziale Arbeit (FH) > Professur für Pflegewissenschaft |
| DOI / URN / ID: | 10.25929/43y1-h767 |
| Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?: | Ja |
| Begutachteter Aufsatz: | Nein |
| Titel an der KU entstanden: | Ja |
| KU.edoc-ID: | 35629 |
Letzte Änderung: 23. Jul 2026 07:34
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