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Pre-error cognition : insights into cognitive control through neural precursors of performance errors

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Steinhauser, Robert:
Pre-error cognition : insights into cognitive control through neural precursors of performance errors.
Eichstätt, 2018
(Dissertation, 2018, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Volltext

Kurzfassung/Abstract

Kognitive Kontrollprozesse ermöglichen es Menschen, aus reflexhaften Reiz-Reaktions-Ketten herauszubrechen und ihr Verhalten an selbst gesteckte Ziele auszurichten. Trotz jahrzehntelanger Forschung zur Natur dieser Prozesse bleiben sie ein komplexes und nur teilweise verstandenes Gewebe aus gegenseitigen Beeinflussungen und Abhängigkeiten. Drei elektroenzephalografische Studien zielten darauf ab, das Wissen über kognitive Kontrolle zu erweitern indem Fehlervorboten eingesetzt werden – neuronale Aktivität vor dem Auftreten von Performanzfehlern. Studie 1 verwendete Fehlervorboten um zwei kognitive Vorbereitungsprozesse im Aufgabenwechsel-Paradigma zu unterscheiden und ihren relativen Beitrag zur Entstehung von Aufgabenverwechslungen zu untersuchen. Die Ergebnisse betonen die Bedeutung allgemeiner Vorbereitung in Form von Hinweisreiz-Enkodierung aber zeigen auch, wie wechsel-spezifische Vorbereitungsaktivität die Auswahl des aktuell relevanten Aufgabensets beeinflussen kann. In Studie 2 wurden Vorbereitungsprozesse in der komplexeren Umgebung des Doppelaufgaben-Paradigmas untersucht. Spezifische Fehlervorboten für die einzelnen Teilaufgaben und ein neuronales Korrelat von Aufgabenreihenfolge-Wechseln das unabhängig von den ersteren ist, deuten auf ein hierarchisches System von Kontrollprozessen mit vorbereitender Priorisierung der Teilaufgaben bei Doppelaufgaben hin. Studie 3 setzte zuletzt den Fokus auf reaktive Kontrolle – Anpassungen in neuronaler Aktivität und Verhalten im Anschluss an ungünstige Ergebnisse wie beispielsweise Performanzfehler. Fehlervorboten dienten hier als Voraussetzung zur Beantwortung der Fragestellung, ob Anpassungen nach Fehlern im Paradigma der visuellen Suche adaptiv sind. Die Ergebnisse bestätigen, dass eine Reduktion der Zielreiz-Lokalisierung nach Fehlern dazu dient, eine potentielle Fehlerursache in diesem Paradigma abzuschwächen. Zusammengefasst leisten die drei Studien dieser Dissertation einen Beitrag zum Verständnis des komplexen Systems kognitiver Kontrollprozesse. Sie liefern Evidenz dafür, dass gängiges Wissen zu Kontrollprozessen im Lichte einer verfeinerten Differenzierung der zugrundeliegenden Teilkomponenten neu überdacht werden muss

Weitere Angaben

Publikationsform:Hochschulschrift (Dissertation)
Zusätzliche Informationen:Kumulative Dissertation
Schlagwörter:Cognitive control; Dual-tasking; Error precursors; Task-switching; Visual search;
Allgemeine Psychologie; Elektroencephalographie; Kognition; Neurowissenschaften
Sprache des Eintrags:Englisch
Institutionen der Universität:Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Psychologie > Psychologie II - Professur für Allgemeine Psychologie II
Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Dissertationen / Habilitationen
DOI / URN / ID:urn:nbn:de:bvb:824-opus4-4296
Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?:Ja
Titel an der KU entstanden:Ja
KU.edoc-ID:22444
Eingestellt am: 12. Feb 2019 10:35
Letzte Änderung: 01. Mär 2022 08:50
URL zu dieser Anzeige: https://edoc.ku.de/id/eprint/22444/
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