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Die Rolle der Notenbank im Bankensystem Bulgariens unter besonderer Berücksichtigung von Basel II (The role of the Bulgarian Central Bank regarding the implementation of Basel II)

Titelangaben

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Andonova, Angelina:
Die Rolle der Notenbank im Bankensystem Bulgariens unter besonderer Berücksichtigung von Basel II (The role of the Bulgarian Central Bank regarding the implementation of Basel II).
2008
(Dissertation, 2006, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Volltext

Kurzfassung/Abstract

Seit dem 01. Januar 2007 ist Bulgarien Mitglied der Europäischen Union. Es ist unumstritten, dass ein gut entwickeltes und stabiles Finanzsystem entscheidend für die Konvergenz und die erfolgreiche Integration des jeweiligen Mitgliedstaates ist. Die Banken spielen in der bulgarischen Wirtschaft – aufgrund des immer noch unterentwickelten Kapitalmarktes – eine besonders wichtige Rolle in ihrer Funktion als Finanzintermediäre. Nach einer ersten Phase äußerster Zurückhaltung bei der Kreditvergabe im Zeitraum 1997 – 2001 erweiterten die bulgarischen Banken ihr Kreditangebot, nicht zuletzt aufgrund der hohen Marktpenetration durch ausländische Konkurrenten seit Ende 2001. Die Wachstumsrate und das Volumen der vergebenen Kredite stiegen seit 2002 so schnell an, dass sie der Internationale Währungsfonds als besorgniserregend einstufte und konkrete Maßnahmen zu ihrer Reduktion forderte. Darüber hinaus beeinflusste die expansive Zunahme der Kredite die Qualität der Kreditportfolios der Banken negativ. Die bulgarische Zentralbank sah sich angesichts der Lage und der dringenden Empfehlungen des IWF Ende 2004 gezwungen, den Mindestreservesatz von 8% auf 16% zu erhöhen, um die weitere Eskalation der „Kreditspirale“ zu unterbinden. Ob und in wiefern dies eine langfristig wirksame Maßnahme ist und was nach der Abschaffung des Currency Boards voraussichtlich 2011 zu erwarten oder vielleicht zu befürchten wäre sowie mit welchen zusätzlichen Herausforderungen die Nationalbank konfrontiert wird, sind einige der zentralen Fragen, die in der vorliegenden Arbeit behandelt werden sollen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen und die institutionelle Struktur des Bankensektors sind grundlegende Faktoren für die Stabilität des gesamten Finanzsystems, insbesondere vor dem Hintergrund der EU-Mitgliedschaft Bulgariens und der damit einhergehenden Umsetzung der bankenaufsichtsrechtlichen Regelungen des zweiten Baseler Akkords. Der Frage, welche Auswirkungen dies auf die Wettbewerbskraft und Überlebensfähigkeit der bulgarischen Banken haben wird und welche Instrumente die Zentralbank zur Einleitung und Überwachung dieses Prozesses einsetzen kann, wird ebenfalls im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen. Zusammenfassend gilt es zu klären, was mit dem bulgarischen Bankensystem und der Rolle der Notenbank als zentrale Instanz der Bankenaufsicht nach der Einführung von Basel II geschehen wird und welche institutionellen und wirtschaftspolitischen Schritte unternommen werden sollen, um die Systemstabilität zu gewährleisten. Falls es der BNB nicht gelingen sollte, einen adäquaten regulatorischen Rahmen für den Handel mit verbrieften Krediten zu schaffen und durchzusetzen, könnten sich diese Verbriefungen schnell zu einer Ballung von Bonitätsrisiken entwickeln und dann nur zu spekulativen Zwecken gehandelt werden. Dies würde, insbesondere in der Zeit unmittelbar nach der Abschaffung des CB und unter der daraus resultierenden Unsicherheit der Wirtschaftsakteure, die Stabilität des gesamten Bankensystems ernsthaft gefährden.zeige weniger

Weitere Angaben

Publikationsform:Hochschulschrift (Dissertation)
Schlagwörter:Basel II; Bulgarien
Bank supervision; Basel II; Bulgaria; Central Bank policy
Bankenaufsicht; Basler Eigenkapitalvereinbarung <2001>; Notenbank; Notenbankpolitik; Bulgarien
Institutionen der Universität:Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Volkswirtschaftslehre > Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät > Dissertationen / Habilitationen
Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?:Ja
Titel an der KU entstanden:Ja
KU.edoc-ID:22290
Eingestellt am: 16. Jan 2019 15:26
Letzte Änderung: 16. Jan 2019 15:26
URL zu dieser Anzeige: https://edoc.ku.de/id/eprint/22290/
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