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Beyond Norms : The Roles of Anticipated Moral Emotions and Peer Approval in Intentions to Steal

Jenseits von Normen : Die Rolle antizipierter moralischer Emotionen und der Zustimmung von Gleichaltrigen bei der Diebstahlsabsicht

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De Buck, Ann ; Betz, Alexander ; Eifler, Stefanie ; Pauwels, Lieven J. R.:
Beyond Norms : The Roles of Anticipated Moral Emotions and Peer Approval in Intentions to Steal.
In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform. 109 (2026) 2. - S. 83-100.
ISSN 0026-9301

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https://doi.org/10.1515/mks-2025-0040

Kurzfassung/Abstract

Moral commitment problems, conflicts between self-interest and moral norms, are central to understanding antisocial decision-making. Although negative moral emotions such as anticipated guilt are well-established deterrents of deviance, positive moral emotions such as anticipated pride and their interaction with guilt and normative influences have received less attention. This study uses a visual scenario-based survey to investigate how anticipated pride influences intentions to steal among a large sample of adolescents and young adults. The results indicate that anticipated pride is associated with higher intentions to steal, particularly when personal moral norms are permissive or when peer approval is perceived as high. Furthermore, anticipated pride weakens the deterrent effect of anticipated guilt, revealing complex competing influences of moral emotions. These findings suggest that anticipated pride can function as a »double-edged sword«, potentially undermining moral self-regulation when stealing confers social rewards. This highlights the nuanced and context-dependent role of anticipated moral emotions in antisocial decision-making.

Probleme der moralischen Verpflichtung, also Konflikte zwischen Eigeninteresse und moralischen Normen, sind für das Verständnis antisozialer Entscheidungsfindung von zentraler Bedeutung. Negative moralische Emotionen wie antizipierte Schuld gelten als etablierte Abschreckungsfaktoren für deviante Verhaltensweisen. Positiven moralischen Emotionen wie antizipiertem Stolz und deren Interaktion mit Schuldgefühlen und normativen Einflüssen wurde bisher hingegen weniger Aufmerksamkeit geschenkt. In dieser Studie wird mithilfe einer visuellen, szenariobasierten Umfrage untersucht, wie sich antizipierter Stolz auf die Diebstahlsabsicht einer großen Stichprobe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass antizipierter Stolz mit einer höheren Diebstahlsabsicht verbunden ist, insbesondere, wenn persönliche moralische Normen permissiv sind oder die Zustimmung von Gleichaltrigen als hoch wahrgenommen wird. Darüber hinaus schwächt antizipierter Stolz die abschreckende Wirkung von antizipierter Schuld,
wodurch die komplexen, sich gegenseitig beeinflussenden Effekte moralischer Emotionen offengelegt werden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass antizipierter Stolz ein
»zweischneidiges Schwert« sein kann und die moralische Selbstkontrolle untergräbt, wenn Diebstahl mit sozialen Belohnungen einhergeht. Dies unterstreicht die nuancierte und kontextabhängige Rolle antizipierter moralischer Emotionen in antisozialen Entscheidungsprozessen.

Weitere Angaben

Publikationsform:Artikel
Schlagwörter:intention to steal; anticipated pride; anticipated guilt; personal moral norm; perceived peer approval; visual scenario; interaction
Sprache des Eintrags:Englisch
Institutionen der Universität:Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät > Soziologie > Lehrstuhl für Soziologie und empirische Sozialforschung
DOI / URN / ID:10.1515/mks-2025-0040
Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?:Ja
Peer-Review-Journal:Ja
Verlag:Walter de Gruyter GmbH
Die Zeitschrift ist nachgewiesen in:
Titel an der KU entstanden:Ja
KU.edoc-ID:36386
Eingestellt am: 10. Mär 2026 13:18
Letzte Änderung: 10. Mär 2026 13:18
URL zu dieser Anzeige: https://edoc.ku.de/id/eprint/36386/
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