Titelangaben
Hartung, Julia ; Richter, Eric
; Kempert, Sebastian ; Möller, Katharina ; Richter, Dirk:
Aufgabenprofile von Sprachbildungsbeauftragten und deren Zusammenhang mit individuellen Voraussetzungen und institutionellen Rahmenbedingungen.
In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft : ZfE. (28. Januar 2026).
ISSN 1434-663x ; 1862-5215
Volltext
|
|
Text
Verfügbar unter folgender Lizenz: Creative Commons: Namensnennung (CC BY 4.0)
.
Download (453kB) |
|
|
Link zum Volltext (externe URL): https://doi.org/10.1007/s11618-026-01374-y |
Kurzfassung/Abstract
Die Studie untersucht Aufgabenprofile von Sprachbildungsbeauftragten (N = 727) an Schulen in Nordrhein-Westfalen unter Berücksichtigung konkreter Tätigkeiten, objektiver Arbeitsbedingungen und subjektiver Arbeitsvoraussetzungen. Vor dem Hintergrund des Konzepts der verteilten Führung wird analysiert, wie Sprachbildungsbeauftragte ihre Funktion im schulischen Alltag ausgestalten und welche Faktoren ihr Handeln beeinflussen. Besonders häufig berichten Sprachbildungsbeauftragte von konzeptionellen und kommunikativen Tätigkeiten, wie der Mitwirkung an schulischen Sprachbildungskonzepten oder der Teilnahme an regionalen Austauschformaten. Aufgaben der Umsetzung oder Überprüfung von Maßnahmen sowie die Initiierung kollegialer Zusammenarbeit werden hingegen deutlich seltener übernommen. Auf Basis einer latenten Klassenanalyse lassen sich vier Gruppen von Sprachbildungsbeauftragten identifizieren, die sich systematisch hinsichtlich Anzahl und inhaltlicher Ausrichtung ihres Aufgabenhandelns unterscheiden. Diese wurden als „Umfassend Aktive“, „Fokussiert Aktive“, „Breit Moderat Aktive“ und „Minimal Aktive“ klassifiziert. Eine anschließende multinominale Regressionsanalyse zeigt, dass objektive Arbeitsbedingungen wie Anrechnungsstunden und das Innehaben einer mit höherer Besoldung verbundenen Funktionsstelle signifikant mit der Zugehörigkeit zur umfassend aktiven Gruppe assoziiert sind. Eine längere Tätigkeitsdauer geht mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einher, der minimal aktiven Gruppe anzugehören. Subjektive Arbeitsvoraussetzungen wie eine enge Kooperation mit der Schulleitung sowie ein erhöhter Informationsbedarf zur Aufgabengestaltung erweisen sich ebenfalls als bedeutsam für das Aktivitätsniveau. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Aufgabenhandeln von Sprachbildungsbeauftragten nicht nur von individuellen Wahrnehmungen, sondern wesentlich von institutionellen Rahmenbedingungen geprägt ist. Anrechnungsstunden, strategische Einbindung in schulische Steuerungsstrukturen, ausgeprägte Kooperation sowie ausreichende zeitliche und strukturelle Ressourcen erscheinen als zentrale Voraussetzungen dafür, dass Sprachbildungsbeauftragte ihr Potenzial im Kontext schulischer Entwicklung entfalten können. Die Studie liefert Impulse für die gezielte Ausgestaltung und nachhaltige Verankerung intermediärer Funktionen in systemisch angelegten Schulentwicklungsprozessen.
Weitere Angaben
| Publikationsform: | Artikel |
|---|---|
| Zusätzliche Informationen: | Vorab-Online-Veröffentlichung / Advance online publication |
| Sprache des Eintrags: | Deutsch |
| Institutionen der Universität: | Philosophisch-Pädagogische Fakultät > Pädagogik > Lehrstuhl für Schulpädagogik |
| DOI / URN / ID: | 10.1007/s11618-026-01374-y |
| Open Access: Freie Zugänglichkeit des Volltexts?: | Ja |
| Peer-Review-Journal: | Ja |
| Verlag: | Springer VS/Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Die Zeitschrift ist nachgewiesen in: | |
| Titel an der KU entstanden: | Nein |
| KU.edoc-ID: | 36193 |
Letzte Änderung: 02. Feb 2026 11:14
URL zu dieser Anzeige: https://edoc.ku.de/id/eprint/36193/
im Publikationsserver
Creative Commons: Namensnennung (CC BY 4.0)